Northland Teil 2

Am nächsten Morgen (Samstag) sind wir zu viert (Christina, Max, Daniel und ich) am Strand barfuß joggen gegangen. Einmal wollte ich das mindestens hier in Neuseeland machen, und es war schon cool direkt am Meer zu laufen, sich von den Wellen die Füße umspühen zu lassen und den unendlichen Strand vor sich zu sehen. Nach dem Frühstück sind wir dann an den Strand gegangen, um ein bisschen zu baden und uns zu sonnen. Ich habe noch nie so hohe Wellen erlebt. Schwer einzuschätzen, wie hoch die Wellen tatsächlich waren, aber selbst wenn ich im Wasser gesprungen bin, waren die Wellen noch höher als ich. Nachmittags hat uns der Campingplatzbesitzer dann gesagt, dass die Wellen lächerlich kein wären und es an anderen Tagen viel höhere Wellen geben würde. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich dann bei „hohen Wellen“ im Wasser fühlt, wenn diese genau auf einen zukommen.P1060690aP1060693a
Wir sind dann noch zu dem nahegelegenen Hügel Utea gelaufen, von dem der Campinglatz auch seinen Namen hat. Von dort hate man eine schöne Aussicht über den Camingplatz und dem Meer. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Dünen haben wir uns dann dazu entschieden, noch eine weitere Nacht im Utea Park zu bleiben. Das ist das gute an einem gemieteten Camper. Wenn es einem an einem Ort gefällt, kann man spontan länger bleiben. Nach einem ruhigen Abend, an dem wir in der Küche bisschen Karten gespielt haben und uns mit den anderen Deutschen unterhalten haben, ging es dann wieder zurück in den Camper zu schlafen.
Zwei der Deutschen machen auch Work and Travel hier in Neuseeland mit der gleichen Organisation. Da sie aber am Ende ihres Jahres sind, und ihr Auto verkaufen müssen, werden Daniel und ich uns das Auto mal anschauen, wenn wir wieder in Auckland sind. Wir haben nämlich während der Campingtour gesehen, wie praktsch es ist und wie viel man sehen kann, wenn man mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs ist. Mal sehen, was daraus wird..P1060700aUnser nächstes Ziel am nächsten Morgen war die bay of islands an der Ostküste. Wir mussten mit der Fähre übersetzen, um zu dem Campingplatz zu gelangen, den wir uns ausgeguckt hatten. Von der bay of islands waren wir aber alle etwas enttäuscht. Diesen Namen hört man immer wieder überall, aber eigentlich war es nichts besonderes. Vielleicht waren wir auch einfach nur am falschen Ort. Der Campingplatz war aber trotzdem eigentlich schön. Wir hatten einen guten Blick über eine schöne Bucht, und über die angrenzenden Schaafsweide. Aber als wir zum Meer gegangen sind, war dort, weil gerade Ebbe war, nur ein sehr schlammiger „Strand“, an dem man nichts machen wollte. Leider hat es dann Nachmittags auch noch angefangen zu regnen, wesshalb wir die meiste Zeit im Camper geblieben sind und Karten gespielt haben.P1060709aAm nächsten Tag (Montag) sind wir dann an der Küste entlang Richtung Süden gafahren. Die Straßen bestanden teilweise nur aus Schotterwegen, die dann als Serpentinen über die bewaldeten Hügel und kleinen Bergen führten. Wie gut, dass uns in den engen Straßen kein anderen Auto entgegen gekommen ist. Auch ohne Gegenverkehr war die Route schon abenteuerlich genug. Wir hatten in der am vorigen Abend im Utea Park von einer deutschen Gruppe den Tipp bekommen, dass es etwas weiter im Süden eine Höhe gibt, in der man unzählige Glühwürmchen bestaunen kann. Wir wussten, dass es solche Höhlen gibt, aber in der Regel kosten diese mindestens 70 NZD Eintritt. Diese Höhle, zu der wir gefahren sind, war aber zum glück nicht so touristisch und desshalb komplett kostenlos. Ein echter Geheimtipp!P1060747aP1060720aIn der Höhle musste man von Stein zu Stein springen, um trockenen Fußes den kleinen Bach, der durch die Höhle floss, mehrmals zu überqueren. Trockene Fußes… von wegen. Kaum hatte man sich ein paar Minuten mit seiner Taschenlampen durch die stock dunkele Höhle gekämpft, musste man durch hüfthohes Wasser durch. Also Schuhe aus und Hose so hoch krempeln wie es nur geht. Es war sehr abenteuerlich, und wir hatten alle Angst um unsere Rucksäcke mit den Dokumenten und Kameras, etc. Ich fand den Weg durch die Höhle aber super. Man möchte ja auch was erleben hier in Neuseeland. Aber ich glaube, nicht alle aus unserer Gruppe waren so begeistert, sich durch das tiefe Wasser kämpfen zu müssen, und sich mit seinen Füßen immer wieder halt auf dem sehr steinigen und felsigen Boden zu suchen. Achja, Glühwürmchen haben wir auch gesehen. Wenn mal jeder seine Taschenlampe ausgemacht hatte, konnte man überall an der Decke kleine Lichter sehen, als wäre der Himmel mit Sternen übersäht. Das war echt sehr beeindruckend und schön. Nur leider unmöglich mit meiner Kamera zu fotografieren.
Nachdem wir uns dann am Parkplatz unsere Füße, Beine und Schuhe gesäubert hatten, mussten wir nochmal einkaufen fahren. Danach sind wir dann zum neuen Campingplatz gefahren, der etwas weiter südlich an der Osküste liegt.P1060734a

Am neuen Campingplatz haben wir es sofort ausgenutzt, dass wir wieder eine Küche zur verfügung hatten, und haben uns Nudeln mit Ei überbacken gemacht. Erst hat es gar nicht geklappt die 1,5kg Nudeln in dem zu kleinen Topf zu kochen, aber nachdem wir sie dann in den Pfannen mit Eiern angebraten hatten, haben sie doch besser geschmeckt, als zunächst gedacht. Nach dem Essen haben wir dann noch einen Abendspaziergang zum Strand gemacht. Die Frau an der Rezeption hat uns gesagt, dass wir zu Fuß 10 Minuten dorthin bräuchten. (Wir hatten extra nachgefragt, ob es zu Fuß ist!) Allerdings stellte sich heraus, dass wohl doch Autominuten gemeint waren, weil wir für eine Strecke zum Strand ca. 45 – 50 Minuten gebraucht haben. Aber wir sind trotzdem gelaufen, weil wir im Dunkeln eh nichts anderes hätten machen können, und wir so wenigstens noch etwas an der frischen Luft waren. Die Entfernungen hier in Neuseeland sind schon ziemlich weit und auch wenn es teilweise nur wenige Kilometer sind braucht man mit dem Auto über die neuseeländischen Straßen hier doch relativ lang. Wir waren also, denke ich, alle ganz froh, uns etwas draußen begwegen zu können.P1060713a

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