Marlborough Sounds und Nelson

Nachdem ich mich am Donnerstag (28. Juli) von meiner HelpX Familie verabschiedet hatte und Daniel in Blenheim abgeholt habe, sind wir Richtung Marlborough Sounds gefahren. Wir haben uns die Sounds vor einigen Wochen zwar schon einmal angeschaut, aber diesmal haben wir die Gelegenheit genutzt, einmal in die Sounds rein zu fahren und etwas mehr von ihnen zu sehen.P1090060_stitchaWir haben uns einen Campingplatz am Rande der Sounds ausgesucht, auf dem wir zwei Nächte geblieben sind. Der Campingplatz war Teil einer Farm und jeder Besucher bekam eine Tüte voll Futter, welches man den Schafen geben konnten. Die Schafe wussten natürlich, dass die Touristen immer Essen mitbringen und kamen schon sehr gierig auf einen zugelaufen, sobald man den Zaun überschritten hatten. Nahe des Campingplatzes gab es noch einen Wasserfall zu dem wir am Abend gelaufen sind und auf dessen Rückweg wir an einigen Glühwürmchen vorbei gekommen sind.DSC05950aAm nächsten Tag haben dann eine kurze schöne Wanderung gemacht (Queen Charlotte Track). Dieser Track ist eine mehrtägige Wanderung, von der wir ungefähr die ersten 90 Minuten gelaufen sind, bis wir wieder umgekehrt sind. Mittags sind wir dann mit dem Auto über 90 Minuten in die Sounds rein gefahren, um unser nächstes Ziel, den Mt. Stokes, zu erreichen. Mt Stokes ist mit 1203 m der höchste Berg in den Marlborough Sounds, von dem man eine super Aussicht hat, vor allem, wenn das Wetter so schön ist wie an diesem Tag. Der Weg auf den Gipfel war sehr sehr steil und unwegsam. Einen Großteil des Aufstiegs gab es keinen geformten Weg, sondern man musste sich über Wurzeln und Geröll von Wegweiser (orange Dreiecke an den Bäumen) zu Wegweiser hangeln. Nach 90 Minuten waren wir dann aber endlich oben. Der Gipfel war voller Geröll, ohne größere Vegetation, wodurch wir ein atemberaubendes Panorama hatten. Wir konnten weite Teile der Sounds von dem Gipfel aus sehen. Einfach großartig! Nachdem wir einige Zeit die Aussicht genossen hatten und viele Bilder gemacht haben, mussten wir wieder den Abstieg antreten, um noch im Hellen das Auto zu erreichen.DSC05984a P1090077_stitchaWir haben uns dazu entschieden, am nächsten Tag nicht sehr viel zu machen, sondern nach Nelson zu fahren und dort ein bisschen in der Bibliothek zu bleiben. Nach der anstrengenden Wanderung auf den Mt Stokes am Vortag waren wir beide froh, etwas entspannen zu können. Insgesamt sind wir wieder 2 Nächte in Nelson geblieben. Ich bin etwas auf den Hügeln gelaufen, die die Stadt umgeben, ansonsten haben wir nicht besonders viel unternommen. Am Montag kam dann Christina von Blenheim nach Nelson und hat sich uns wieder angeschlossen.

Wir haben einen Campingplatz direkt am Meer, ca. 30 Autominuten nordwestlich von Nelson rausgesucht, zu dem wir gefahren sind. Wir konnten mit vom Meer angeschwemmten Holz ein Feuer machen (es gab extra dafür BBQ-Öfen). Die Platte auf dem Ofen wurde so heiß, dass wir problemlos darauf Nudeln kochen konnten und dadurch sogar ein warmes Abendessen hatten. Ansonsten hätten wir uns mit Brot begnügen müssen, da die meisten kostengünstigen Campingplätze zwar sehr schön sind, aber keine Küche haben.P1090221a

Unser Ziel ist es, den Abel Tasman Great Walk zu machen. Wir haben uns daher auf den Weg nach Motueka gemacht, um in der Touristeninformation unsere Tour zu buchen. Wir haben uns dazu entschieden 2 Tage mit dem Kayak zu fahren und den dritten Tag zu Wandern. Dann werden wir mit dem Wassertaxi zurück zum Ausgangspunkt (zu unseren Autos) fahren. Wir wollen also 2 Nächte im Nationalpark in den Hütten verbringen.DSC06091aP1090232a Leider war in den letzten Tagen das Wetter nicht sehr vielversprechend, weshalb wir den Tritt auf Samstag verlegt haben und die Zeit bis dahin ein bisschen die Gegend erkundet haben. Zum Beispiel haben wir einen Tagesausflug in den Abel Tasman Nationalpark gemacht (wir sind praktisch vom Start aus los gelaufen und dann nach ein paar Stunden umgedreht), oder wir sind mit dem Auto auf den Takaka Hill gefahren, von dem man eine super Aussicht hatte. Heute morgen (Samstag) sind wir dann zum Kayakverleih gefahren um unser Abenteuer anzufangen. Leider wurde uns dort gesagt, dass die Wettervorhersage einen zu starken Wind für heute vorhergesagt hat, und wir daher ohne Führung nicht los dürfen. Wir haben uns daher dazu entschieden, eine weitere Nacht (unsere dritte) hier in Marahau auf einem sehr schönen Campingplatz zu verbringen und morgen unser Glück wieder zu versuchen. Hoffentlich können wir dann unseren zweiten Great Walk starten… Aber davon berichte ich nach unserem Abenteuer!P1090299_stitcha