HelpX: Neudorf Olives

Die letzten zweieinhalb Wochen haben Daniel, Christina und ich wieder bei einer Familie verbracht, die wir über HelpX gefunden haben. Die Familie besitzt eine 29 Hecktar große Olivenfarm. Neben dem großen Haus gibt es natürlich unzählige Olivenbäume (macht ja irgendwie Sinn), zwei kleine Seen, eine Zipline über den größeren der beiden Seen, einige Obstbäume und einen Gemüsegarten.P1090735_stitcha

Die Familie, Jonathan, Susan und die 14 jährige Tochter Ursula, sind super nett, sodass wir uns hier absolut wohl fühlen! Die beiden Söhne sind zur Zeit in Europa und machen selber Work and Travel.
Ursprünglich wollten wir ungefähr eine Woche hier bleiben, aber weil es uns hier so gut gefallen hat, und wir gefragt worden sind, ob wir nicht noch ein bisschen hier bleiben wollen, haben wir unseren Aufenthalt immer weiter verlängert. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter! Die meiste Zeit (außer die letzten 2-3 Tage) war es sehr warm und sonnig, sodass man Mittags sogar mit T-Shirt draußen in der 20160816_124304aSonne sitzen konnte. Ich habe die Zeit sehr genossen und viel gelesen! Eigentlich ist es hier in Neuseeland gerade tiefster Winter, aber der nördliche Teil des Südinsel ist das ganze Jahr über relativ warm. Es war also ein sehr guter Grund hier etwas länger zu bleiben, und die Reise in den kälteren Süden etwas aufzuschieben.

Weil das Wetter so gut war konnten wir auch (zum Glück) die allermeiste Zeit draußen Arbeiten. Wir haben unzählige Pflanzen (verschiedene Gräser, Bäume, Gemüse im Gemüsegarten und anderes) hier auf dem riesigen Grundstück ein- und umgepflanzt, viele Äste, die durch das Beschneiden der Olivenbäume am Boden lagen, zusammengekehrt, und Unkraut in den Beeten gejätet. 20160823_092451aAußerdem konnten wir ein bisschen dabei helfen, ein neues Deck für die Zipline zu bauen, damit man etwas bequemer davon absteigen kann. An einem Tag durften wir dabei helfen, das Olivenöl in Flaschen abzufüllen. Ich fand das ganz interessant, wie das Öl erst abgefüllt wird, Gas in die Flasche gespritzt wird, das Etikett aufgeklebt, die Flasche versiegelt und das Haltbarkeitsdatum (per Hand) drauf geschrieben wird.20160818_101841a 20160818_101305a

Die meisten Nachmittage haben wir hier auf dem Gelände verbracht. Wir konnten uns bei dem warmen Wetter draußen hinsetzen, Zipline fahren, oder uns drinnen im vom Feuerofen geheizten Wohnzimmer aufhalten (Abends und Nachts wurde es dann doch kalt).

Aber wir haben auch ein paar kleine Ausflüge gemacht. Am ersten Sonntag, an dem wir hier waren, sind wir zum Beispiel mit Mark, einem weiteren Helfer, der hier die ersten Tage ebenfalls gewesen ist, zur Golden Bay gefahren. Die Golden Bay ist der nördlichste Teil der Südinsel. Dort haben wir zuerst in einem Cafe Muffins gegessen und dann eine Quelle besucht, mit besonders klarem und sauberen Wasser, welches man nicht einmal berühren durfte um es vor Verunreinigungen zu schützen!P1090588a Danach sind wir noch ein gutes Stück weiter nach Norden gefahren. Dort haben wir dann eine schöne Wanderung zum Cape Farewell, dem tatsächlich nördlichsten Punkt der Südinsel, gemacht. Der Weg ging über Schafweiden mit vielen kleinen Lämmern, durch einen kleinen Bach, über Hügel und an steilen Klippen entlang. Die Wanderung hat insgesamt über 2 Stunden gedauert, bis wir wieder zurück am Strand waren, von wo wir gestartet sind. P1090596a P1090610aDSC06136a DSC06148aZurück am Strand, haben wir unser Lunchpaket gegessen, die Zeit genossen und auf den Sonnenuntergang gewartet. Leider war es zu bewölkt, sodass wir nicht sehr viel vom Sonnenuntergang hatten. Trotzdem war es ein sehr gelungener Tag!P1090691_stitchaDSC06133a

Abends haben wir mit der Familie ab und zu Brett- und Würfelspiele gespielt. Wer mich kennt weiß, dass ich sehr gerne Gesellschaftsspiele spiele, und kann sich denken, dass ich mich dadurch hier sehr wohl gefühlt habe. Das Essen war auch sehr sehr lecker und abwechslungsreich! Abends haben wir dann immer zusammen abgespült, bevor wir uns in das warme Wohnzimmer gesetzt haben. Ab und zu wurde auch gebacken, sodass es leckere Muffins, Kuchen oder andere Gebäcke zum Nachtisch gab.

Hier auf dem Olivenhain werden drei verschiedene Olivenölsorten hergestellt. Susan hat uns an einem Tag alle drei Sorten probieren lassen, die besonders edel und gesund sein sollen (sind auch nicht sehr günstig). Dazu konnten wir selbstgebackendes Brot in die verschiedenen Ölsorten tunken und probieren. Zwei der drei Sorten haben sehr gewöhnungsbedürftig geschmeckt und die dritte war auch nur „die am wenigsten schlimme“. Ich weiß nicht, ob ich mich damit anfreunden könnte, das Öl über fast alle Mahlzeiten (als Soße?) zu gießen.P1090711_stitcha

Mittlerweile sind wir schon viereinhalb Monate hier in Neuseeland! Da der Oktober immer näher rückt, und wir noch nicht zurück nach Deutschland wollen, haben wir uns dazu entschieden unseren Rückflug umzubuchen.  Wir werden also einen Teil des Frühlings in Neuseeland verbringen und dann Mitte Dezember wieder zurück in Deutschland sein. So haben wir hier noch ein paar warme Tage und sind pünktlich zur Weihnachtszeit wieder zurück in Deutschland!P1090748a P1090763a P1090768a

Morgen werden wir die Familie hier verlassen und Richtung Süden zu den Nelson Lakes fahren.

Bis bald!

2 Kommentare

  1. Hallo Jens,
    dir wieder einen herzlichen Dank für deine ausführlichen Schilderungen über dein Leben in Neuseeland, die wir immer mit Interesse lesen. Köstlich sind auch immer die neckenden Anmerkungen deines Vaters zu deinen Abenteuern!
    Ganz liebe Grüße von uns dreien ans andere Ende der Welt!
    Martina
    mit Gerd und Anja

  2. Hallo Jens,
    ich wollte Dich fragen, was eine Zipline ist, da kam Mama auf den Gedanken, im Internet nach zu schauen. Also frage ich nicht !
    Zu Weihnachten zurück ? Dann willst Du also nur Deine Geschenke abholen ? Und dann wieder zurück nach Neuseeland ?
    Ansonsten war es wieder interessant zu lesen. Bis zum nächsten Mal
    Gruß Papa

Kommentare sind geschlossen.