Hobbiton, Hot Water Beach und Cathedral Cove

Mittlerweile sind Daniel und ich weitergezogen und haben uns am Dienstag von der Familie verabschiedet. Es war eine sehr schöne Woche, die wir hier verbringen durften, und ich denke, wir werden HelpX hier in Neuseeland auch in Zukunft ab und zu vielleicht mal nutzen, um nette Familien kennenzulernen, und gegen Unterkunft und Verpflegung zu arbeiten.P1070170a

Aber bevor wir weitergezogen sind, haben wir noch ein paar Sachen erlebt:
Am Sonntag bin ich mit Ramon, Emilie und Luca fischen gefahren. Die Familie hat ein eigenes Motorboot (wie sehr viele Neuseeländer), mit dem wir zum nahen Meer gefahren sind. Dort haben wir das Boot dann zu Wasser gelassen, und wir vier sind durch die Bucht, hier in Tauranga, zum offenen Ozean hin gefahren. Zum Glück war die See relativ ruhig, denn auch so fand ich es schon sehr gewöhnungsbedürftig, sich mit so einem relativ kleinen Boot von den Wellen treiben zu lassen. Aber das war nötig, um unsere Angeln auswerfen zu können, und auf Fische zu hoffen!P1070044a P1070045aMit insgesamt drei Angeln haben wir an mehreren Stellen versucht, unser Abendessen zu fangen, aber es wollte an diesem Tag einfach nicht Tag klappen. Ohne Fang mussten wir schließlich wieder zurück zu Hafen fahren und das Boot auf den Anhänger laden. Am Abend gab es trotzdem Fish and Chips, auch wenn es leider kein selbstgefangener Fisch war.

Am nächsten Tag (Montag) sind Daniel und ich dann nach Hobbiton gefahren.P1070065_stitcha Dort haben wir eine Führung (ist Pflicht, alleine darf man hier nicht hin) durch die Filmkulissen von Herr der Ringe und der Hobbitfilme gemacht. Ich fand, es war ein ganz besonderes Erlebnis, durch die tatsächlichen Filmorte zu laufen, und sich das Auenland anzuschauen. Unsere Tourleiterin hat viele Fakten zu den Filmen erläutert, uns gezeigt, wo welche Filmszenen gedreht wurden, und uns Filmtricks verraten, die angewandt worden sind, um z.B. die Hobbits klein wirken zu lassen. P1070112aEin ganz lustiger Filmtrickwar es, dass die Hobbithäuser in unterschiedlichen Größen gebaut worden sind. Ein Hobbit wurde dann vor einem „großen“ Haus gefilmt, wodurch dieser sehr klein wirkte. Aber zum Beispiel Gandalf wurde vor ein „kleines“ Haus gestellt, sodass dieser (im Verhältnis zum Haus) sehr groß wirkte. Lauter solcher Sachen. P1070090aDer Eintritt war zwar für diese 2 stündige Führung übertrieben teuer, aber wenn man schon einmal am anderen Ende der Welt ist, kann man das auch mal machen. Vor allem wenn man die Filme gesehen hat und sie mochte.P1070168a

Dienstag morgen haben wir uns dann von der Familie verabschiedet und sind weiter Richtung Norden zum Hot Water Beach bzw. zu den Cathedral Cove gefahren.
Der Hot Water Beach macht seinem Namen alle Ehre. Unter dem Sandstrand sind heiße Quellen, aus denen ca. 60 Grad heißes Wasser kommt. Bei Ebbe (bzw. zwei Stunden davor bis zwei Stunden danach) kann man auf den Strand laufen und mit Schaufeln Löcher buddeln, in denen sich das heiße Wasser dann aus den unterirdischen Quellen sammelt. Das erste Loch, das wir gegraben hatten, war so heiß, dass man weder mit seinen Händen, noch mit den Füßen ins Wasser gehen konnte. Das zweite Loch haben wir dann vielleicht 3 Meter weiter ausgehoben, was allerdings zu weit von den Quellen entfernt war, sodass sich nur kaltes Wasser im Loch gesammelt hat. P1070188a
Daraus gelernt haben wir dann ein Loch genau auf der Grenze gebaut, sodass sowohl kaltes Wasser von der einen Seite, als auch heißes Wasser von der anderen Seite in die selbstgebaute Badewanne floss. Dadurch war das Wasser dann sehr warm, aber noch gut erträglich. Das habe ich sofort ausgenutzt und bin dort baden gegangen.P1070193a Einfach wunderbar am Strand in der Sonne in einem heißen Pool zu liegen, den man selber ausgehoben hat. Daran könnte man sich auf jeden Fall gewöhnen. Allerdings ist der Strand leider immer während der Ebbe sehr voll, aber zum Glück waren wir sehr früh da, sodass wir genügend Platz für unseren Pool hatten.P1070196a

Am späteren Nachmittag sind wir dann zu den 10km entfernten Cathedral Cove gefahren. Es handelt sich dabei um vom Wasser teilweise ausgespülten Felsen, die dadurch eine sehr hohe Höhle durch den Fels bilden. Bei Ebbe kann man hier trockenen Fußes durch laufen, was – ähnlich wie der Hot Water Beach auch – eine sehr beliebte Touristenattraktion ist. P1070322aZum Glück sind wir außerhalb der Hauptsaison hier, sodass es relativ leer ist. Ich finde, es ist aber nicht die Höhle alleine, sondern den Reiz des Ortes machen die vielen kleinen Inseln aus, die vom Wasser langsam ausgehöhlt werden, und dadurch sehr wundervolle Formen annehmen. In Kombination mit der Höhle ist dies sein bildschöner Ort, der nicht ohne Grund sehr bekannt ist. P1070290_stitchaWeil der Ort so schön ist und wir nur 10 Autominuten weiter auf einem Campingplatz übernachten, haben wir uns dazu entschieden, am nächsten Morgen ganz früh aufzustehen, und zum Sonnenaufgang noch einmal den 30 minütigen Wanderweg vom Parkplatz her zu laufen.
Am nächsten Morgen (Mittwoch) haben wir und dann um 5.15 Uhr den Wecker gestellt, um möglichst früh an der Cathedral Cove zu sein. Und es hat sich gelohnt! Durch die Flut in der Nacht waren nur sehr wenige Fußspuren vom Vortag übrig geblieben, und durch den Sonnenaufgang hatten wir ein wunderschönes Licht.P1070298_stitcha Außerdem waren nur sehr wenige Menschen morgens um 7 Uhr hier am Strand. Ein sehr schönes Erlebnis, was bestimmt nur wenige Touristen hier erleben!P1070337_stitcha

Nachdem wir dann zurück am Campingplatz etwas gefrühstückt hatten, sind wir 4h lang mit dem Auto erst Richtung Sünden (zurück nach Tauranga) und dann weiter nach Osten nach Opotiki gefahren. Hier haben wir Max und Christina wieder getroffen. Beide ernten hier seit einigen Tagen Kiwis, und ich habe mich dazu entschieden wenigstens für ein paar Tage auch als Fruit Picker zu arbeiten.
Heute ging es dann los. Wir haben uns mit den anderen Fruit Pickern getroffen und sind auf eine Plantage gefahren. Dort haben wir dann einige Stunden Kiwifrüchte gepflückt und in großen Behältern gesammelt. Eine relativ anstrengende Arbeit, da man die meiste Zeit über dem eigenen Kopf arbeiten muss, um tausende Kiwis zu ernten. Ich weiß wirklich nicht, wie viele Kiwis ich heute gepflückt habe. In einen Beutel passen ca. 150 Kiwis und man muss echte jede paar Minuten diesen Beutel ausleeren gehen. Also einige Tausend Kiwis sollten es schon gewesen sein. Jetzt am Abend, nach der Dusche und dem Abendessen ist man platt, aber froh, dass man einiges geschafft hat. Man wird pro Box bezahlt, also je schneller die Gruppe arbeitet, desto mehr verdient man. Ich freu mich schon, wenn das verdiente Geld dann auf meinem Konto erscheint!

Die nächsten paar Tage werden wir auf jeden Fall noch hier in Opotiki bleiben und ich werde weiter Kiwis ernten gehen.
Was wir danach machen, wissen wir noch nicht. Das werden wir relativ spontan entscheiden. Wir werden sehen, wohin es uns in diesem wunderschönen Land verschlägt.

HelpX in Tauranga

Am Montag sind Daniel und ich zusammen mit Christina und Max (jaja, irgendwie kommen wir nicht voneinander los xD) nach Wai-O-Tapu gefahren. Wai-O-Tapu lieg ungefähr 20-30 Autominuten südlich von Rotorua und ist ein vulkanisch sehr aktives Gebiet. Man läuft dort auf Holzstegen über stinkende und teilweise kochende Gewässer. Überall steigt Dampf auf und brodelt es. Eigentlich sehr interessant – aber schon ein sehr teurer Eintritt dafür, dass man 90 Minuten durch die Natur läuft. Aber hier kann man echt sehen und vor allem riechen, dass Neuseeland sehr vulkanisch ist.P1060896a

Am Abend sind wir dann zu der Familie aufgebrochen, bei der wir uns über HelpX beworben haben. Gegen 21.30 Uhr sind wir dort angekommen und sind auch sofort von den Eltern (Ramon und Alaina) sehr nett mit einer Tasse Tee begrüßt worden. Danach wurde uns noch gezeigt, wo wir schlafen können. Unser Schlafplatz ist in einem Wohnwagen, der aber zum Glück richtige Matratzen hat! Das fühlt sich nach mehreren Nächten auf den zurückgeklappten Autositzen schon fast wie ein Luxusurlaub an.P1060924a P1060928a

Am Dienstag Morgen ging es dann mit einem sehr guten Frühstück (war das beste hier in Neuseeland was wir bis jetzt hatten) los. Danach wurde uns dann gezeigt, was wir hier arbeiten sollen, um uns die Mahlzeiten und das Bett zu verdienen. Die Idee bei HelpX ist es nämlich, dass man für die Familie 3-4h am Tag arbeitet und dafür kostenlos dort leben darf (also man bekommt alle Mahlzeiten und kann dort schlafen).
Unsere Arbeit für die ersten paar Tag war es, Kompost zu den relativ jungen Obstbäumen zu karren und diesen dort dann aufzuhäufen. Es war in der Sonne schon ein sehr anstrengender Job. Außerdem wurden meine beiden Arme komplett von Mücken zerstochen, und durch die Arbeit haben wir Blasen an den Händen bekommen. Trotzdem war es gut, und ich habe es genossen, hier auch mal etwas körperliche Arbeit machen zu können! In Deutschland sitze ich, wenn ich nicht gerade in der Uni bin, relativ viel am Schreibtisch vor dem Rechner. Hier in Neuseeland will ich für ein paar Monate einfach mal das Gegenteil machen und viel draußen sein, bevor es zurück nach Deutschland in den Alltag geht. Diese Bauernhof ähnliche Arbeit kommt mir da gerade recht!P1060940a P1060937a

Nach dem Mittagessen haben wir dann immer frei, und wir sind am ersten Tag hier in der Gegend etwas rumgelaufen, um die Umgebung zu erkunden. Abends haben wir dann, nach dem wieder sehr leckerem Essen, mit den Kindern und der Mutter eine Folge MacGyver geschaut, bevor die Kinder dann schlafen gehen mussten.
Die Kinder (drei Jungs und ein Mädchen) sind noch sind noch sehr jung: Luca ist 10, Emelie 8, Jai 4 Jahre alt, und das kleinste Kind ist gerade mal 3 Monate alt. Eine sehr lebendige Familie hier auf dem Bauernhof.
Strom generiert die Familie selber am nahe gelegenen Fluss, und auch das Wasser wird von da genommen. Wie wir gelernt haben wird das Wasser ganz ohne Strom in den Wasserspeicher gepumpt, nämlich nur durch einen – vom Wasser selbst aufgebauten – Druck nach oben (sind schon mehrere 10 Höhenmeter) in den Tank geschossen. Wow!P1060926a

Generell ist das Leben hier einfach. Die 6-köpfige Familie lebt in einem selbstgebautem Haus (der Vater ist Builder von Beruf) mit 2-3 Zimmern. So viel es geht wird selbst angebaut (Obstbäume, Gemüsegarten). Milch kommt von den eigenen Kühen, Eier von den Hühnern und selbst Bienen werden hier gehalten. Hier taucht man echt in eine andere Welt ein. Eine sehr friedliche, einfache und heile Welt.P1060976_stitchaP1060916a P1070039a

Am Mittwoch und Donnerstag ging es dann weiter mit dem Verteilen vom Kompost. Da dies eine in der Sonne sehr harte und eintönige Arbeit ist, haben wir jeweils andere Arbeiten bekommen, die wir immer in der zweiten Vormittagshälfte machen konnten. Daniel hat mit einem Hochdruckreiniger den Boden von Moosen etc. gereinigt und ich habe Blumen umgepflanzt, und einen Teil des Bodens mit einer Art Plane überzogen, um das Unkraut daran zu hindern, an dieser Stelle zu wachsen. Andere Arbeiten waren zum Beispiel Brombeersträuche entfernen, oder auch in der Küche für das Mittagessen aus einem rote Beete – Möhrengemisch kleine Klopse zu formen. Also sehr abwechslungsreiche Arbeiten und die meiste Zeit draußen.P1060945a P1060935a

Mittwoch Nachmittag sind Daniel und ich mit dem Auto ca. 15km weit gefahren, um dort eine kleine Wanderung zu machen. Der Weg war überraschend steil und steinig. Wir sind erst eine gute Stunde einen steilen Berg hochgewandert, um dann irgendwann zu merken, dass der Weg kein Ende nehmen wird (es wäre eine 4-5 Stündige Runde gewesen). Deshalb sind wir irgendwann umgekehrt und haben wider eine knappe Stunde zurück zum Auto gebraucht.. diesmal steil Berg ab. Nach der Arbeit am Vormittag waren wir ganz schön platt, und wir waren wieder froh, nach der 2 stündigen Wanderung am Auto zu sein..

Gestern sind wir dann nach getaner Arbeit zu einem Strand gefahren, an dessen Nordseite ein 40 minütiger Wanderweg beginnt, der zu einer einsamen Bucht mit Strand führt. Dieser Wanderweg ist die einzige Möglichkeit über Land zu dieser Bucht zu gelangen. Der Weg ging an steilen Klippen entlang. Am Ziel angekommen waren wir (fast) die einzigen Menschen dort. Ein traumhafter, einsamer Strand.DSC04938aP1060972a

Heute haben wir eine etwas längere Tour zu einem Wasserfall (angeblich der größte auf der Nordinsel) gemacht. Mit dem Auto sind wir etwas länger als 1h hin gefahren. Der Weg zur Spitze des Wasserfalls hat knapp 90 Minuten gedauert, und war sehr matschig und teilweise steil. Aber er hat sich gelohnt. Oben angekommen hatten wir einen super Ausblick, und wir konnten bis zur Kante des Felsens gehen, da der Fluss nicht besonders viel Wasser geführt hat. Es war kurz vor Sonnenuntergang, als wir oben angekommen sind, weshalb wir die einzigen Besucher dort waren! Den Rückweg mussten wir dann mit Hilfe unserer Taschenlampen machen (alles geplant ;)), um wieder zum Auto zu kommen.DSC04964-2a

P1070001_stitchaZurück bei der Familie angekommen, gab es wieder ein super leckeres Essen mit Nachtisch. Jetzt sind wir in unserem Wohnwagen und werden bald schlafen gehen. Morgen erwartet uns ein weiterer Arbeitsvormittag! Da wir den Komposthaufen, der uns in den letzten Tagen so zuverlässig begleitet hat, komplett abgetragen haben, wissen wir noch nicht, was wir morgen und  die nächsten Tage machen werden. Wir werden sehen 😀
Was wir dann Nachmittags unternehmen, wissen wir auch noch nicht.. Das entscheiden wir meistens sehr spontan.P1060949aP1060946aGenerell ist es eine super Sache, hier in einer neuseeländischen Familie zu „leben“. Es ist eine gute Möglichkeit, das Land zu erkunden, und die Menschen, die hier leben, etwas kennen zu lernen. Außerdem bekommen wir hier (einheimisches) Essen, was wir wahrscheinlich sonst niemals probiert hätten. Früchte, die es in Deutschland nicht gibt, oder auch (neuseeländischen) Pudding mit Eis. Über das Essen und die Menschen hier kann man sich echt nicht beschweren. Alle sind super nett und offen und das Essen schmeckt einfach wunderbar!

 

Mit dem Auto zur Bay of Plenty

Und weiter geht die Reise! Diesmal mit dem eigenen Auto zur Bay of Plenty:

Mittwoch (27.04.16) hatten Daniel und ich uns das Auto von den beiden anderen Deutschen angeschaut und entschieden, dass wir das Auto tatsächlich kaufen wollen. Das Auto ist zwar schon etwas älter, sieht aber echt gut aus, und auch nach einer Probefahrt hatten wir keinen Grund gefunden, dass Auto nicht zu kaufen. Wir verabredeten danach mit den Veräufern, dass wir uns am nächsten Tag wieder treffen wollten, um die Formalien (sind hier in Neuseeland echt lächerlich), das Bezahlen und die Übergabe zu machen. Danach sind wir zurück in unser Hostel gegangen, um (vorläufig) ein letztes Mal mit unserer Camping-Gruppe Nudeln zu kochen und dann schlafen zu gehen.P1060873a

Am nächsten Morgen (Donnerstag) haben wir uns dann alle voneinander verabschiedet. Daniel und ich sind zur Bank gegangen, um das Geld für das Auto abzuheben. Um hier in Neuseeland ein Auto umzumelden, muss man einfach zu einer beliebigen Postfiliale gehen. Dort bekommt dann sowohl der Käufer, als auch der Verkäufer ein einseitiges Formular, auf dem man Name, Adresse, Kennzeichen, etc angeben musste. Also echt nichts kompliziertes. Wenn man dann beim Abgeben seinen Reisepass noch vorzeigt, sind alle Formalien schon fertig.P1060874a
Danach haben wir das Auto geholt und die Campingausrüstung eingeladen, die die beiden Vorbesitzer uns mit dem Auto zusammen überlassen. Dazu gehört ein kleines Zelt, Luftmatratzen, Schlafsack, Gaskocher mit Töpfen, Campingstühle, Plastikkisten zum Verstauen und und und. Das volle Programm. Mit dem ganzen Zeug und unseren eigenen Sachen, ist das Auto schon ziemlich voll. Mal sehen, ob wir auf Dauer davon alles behalten können, wollen, werden…
Aber jetzt fürs erste ist das ziemlich praktisch und wir sind bis jetzt sehr zufrieden, das Auto mit dem ganzen Zeug geholt zu haben.

Nachdem wir dann bei dem Partnerbüro in Auckland nochmal vorbei geschaut haben, um eine Versicherung abzuschließen (ist in Neuseeland keine Pflicht, aber macht natürlich schon viel Sinn), sind wir dann endlich aufgebrochen, Richtung Südosten aus Auckland raus zu fahren.

Mit dem eigenen Auto durch dieses fremde Land zu fahren… Das fühlt sich echt nach Freiheit an! Wir können jeder Zeit fahren wohin wir wollen. Außerdem nutzen wir das Auto auch zu schlafen. Ist zwar nicht sooo bequem auf den zurückgeklappten Sitzen zu schlafen, aber es ist super günstig, da wir nur die Campingplatzgebühr (meistens so ca. 10 NZD) bezahlen müssen.P1060836a

Unser erster Stopp war (nicht ganz zufällig) Rotorua, einer kleinen Stadt direkt am See gelegen. Denn hier hin sind Christina und Max zusammen mit dem Bus aufgebrochen. Beide haben einen Job in einem Motel angenommen, für den sie zwar kein Geld bekommen, aber kostenlos ein Zimmer bewohnen dürfen.
Solche Jobs findet man hier in Neuseeland recht häufig, bei denen man gegen Unterkunft, und manchmal zusätzlich noch Verpflegung arbeitet.

Daniel und ich sind zwei Nächte in der Nähe der Stadt geblieben, haben tagsüber Wanderungen in den nahe gelegenen Wäldern, um einen See herum gemacht und auch zwei mal die anderen beiden getroffen, um mit ihnen Burger essen zu gehen. Die erste Nacht haben wir auf einem sehr einfachen Campingplatz am Rande eines Sees verbracht. Hier gab es nur ein Kompostklo, ohne fließendes Wasser. Dafür konnten wir einen unglaublichen Sternenhimmel bestaunen, da es sehr dunkel war und keine Wolke den Blick versperrt hat. (Daniels Kamera kann das zwar wesentlich besser, aber ich wollte lieber das Bild von mir hier hochladen:)P1060820a

Für die zweite Nacht haben Daniel und ich ein Sonderangebot angenommen, für je 15 NZD auf einem etwas luxuriöseren Campingplatz zu übernachten (normalerweise zahlt man da um die 25 NZD, also ungefähr so viel wie für ein Hostel). In der Regel zahlen wir immer so um die 10 NZD pro Person für eine Übernachtung auf einem normalen Campingplatz. Aber für diese 15 NZD hatten wir ein super Bad, eine riesen Küche, und – das beste – einen 39 Grad heißen Pool zur verfügung. Das mussten wir natürlich gleich mal ausnutzen, und sind hier schwimmen gegangen!IMG-20160503-WA0012

Am Samstag sind wir wir dann ein bisschen weiter nach Norden nach Papamoa gefahren. Auf dem Weg dahin haben wir einen Zwischenstopp an einem Park gemacht, in dem man – nicht ganz so späktakuläre – Quellen sehen konnte, die den See hier bei Rotorua speisen. DSC04846aDer Campingplatz, den wir uns hier in Papamoa ausgesucht haben, wird nur von einer Hauptstraße (leider) von den Dünen getrennt. Zum Strand braucht man also nur wenige Minuten. Am Abend konnten wir dann in den Dünen bzw. am Strand einen sehr schönen Sonnenuntergang miterleben. Weil wir hier in Neuseeland so viel draußen sind, und relativ viel herumgekommen sind in den letzten Tagen und Wochen, bekommen wir solche Dinge wie einen Sonnenuntergang viel intensiver mit als zum Beispiel in Deutschland. Man nimmt sich auch viel mehr die Zeit, sich in die Dünen zu stellen und dann darauf zu warten, dass die Sonne unter geht und den Himmel um sich herum rot färbt.DSC04881a P1060847a

Gestern (Sonntag) haben wir dann in einem großen Park übernachtet, in dem man auf jeder Wiesenfläche campen darf. Der Park, südlich von Tauranga, war größer als zunächst gedacht. Wir konnten da zwar nicht gerade wandern, aber wenigstens schon ein ganz gutes Stück spazieren gehen. Insgesamt war der Sonntag ein sehr ruhiger Tag, an dem wir die meiste Zeit am Auto geblieben sind. Abends bin ich alleine losgelaufen, um im nahem Wald Glühwürmchen zu bestaunen. Daniel hatte keine Lust mehr vom Auto weg zu gehen. Es gab unzählig viele und es hat sich so angefühlt, als wären überall Lichterketten am leuchten. Weil der Weg durch eine kleine „Schlucht“ führte und die Glühwürmchen an allen Seiten an den Steinen saßen, konnte ich praktisch durch das Lichtermeer hindurch laufen. (Leider nicht fotografierbar für meine Kamera.)P1060871a

In den letzten Tagen haben wir öfters mehrere Farmen angeschrieben, um dort als Erntehelfer (Fruit picking) arbeiten zu können. Leider scheinen die meisten Farmen keine Helfer mehr zu brauchen, da man – wenn überhaupt – Absagen bekommt.
Darum haben wir uns entschieden uns auch bei Familien in HelpX zu „bewerben“. HelpX ist eine Seite, auf der Familien oder auch kleinere Betriebe unterschiedliche Arbeiten anbieten. Diese reichen von Au Pair, Gartenarbeit, Haushaltshilfe bis zu Renovierungs- bzw. Baustellenjobs. Alles mögliche kann man da machen. Die Idee ist, dass man für diese Familien 3-4h am Tag arbeitet und dafür kostenlos Übernachten kann, und alle Mahlzeiten bekommt. Das coole ist, dass man praktisch für paar Tage bis vielleicht 2 Wochen oder so (wie man möchte) in einer Neuseeländischen Familie lebt, mit ihnen arbeitet und isst. Das ist für einen selber natürlich sehr günstig und man lernt die Einheimischen und damit die Kultur des Landes viel besser kennen.P1060860a

Nachdem wir zwei Tage lang nichts von den angeschriebene Angeboten gehört hatten und schon fast weiterziehen wollte, haben wir heute morgen eine SMS von einer Familie mit vier kleinen Kindern bekommen. Heute Abend werden wir dann dort hin fahren und dann dort für ein paar Tage bleiben. Ich bin schon sehr gespannt, ob das klappt, und wie das so sein wird in einer fremden Gastfamilie zu ein. Die Familie betreibt eine Art Hobbybauernhof im kleinen Stil und wir werden da dann im Garten und bei sonstigen Sachen mithelfen. Ich beschreibe das noch genauer, wenn ich das mit eigenen Augen gesehen habe 🙂

Gerade sitzen wir hier in Rotorua in der Bibliothek, um Strom und Internet zu haben. Es ist echt lustig zu sehen, wie stark man von solchen Sachen abhängig ist. Wenn man mehrere Tage auf Campingplätzen ist und nur ab und zu für einzelne Stunden eine Steckdose zur Verfügung hat, gehen bald weder Handy, Laptop noch Kamera. P1060882a
Nach dem Mittag werden wir dann mit Christina und Max eine kleine Tour zu einem Gebiet machen, in dem man vulkanisches Gestein und vulkanische Aktivitäten beobachten kann. Dort wird es mit Sicherheit ziemlich stark stinken 😀 Aber es soll sehr schön aussehen!

Generell stinkt es hier in Rotorua oft nach faulen Eiern. Der Geruch wird aus den Vulkangebieten hier in die Stadt geweht. – Sehr gewöhnungsbedürftig. Man richt also sofort, wenn man wieder hier ist 😀 Ansonsten ist es eine sehr nette kleine Stadt direkt am See gelegen. Viel schöner als Auckland, aber das ist wahrscheinlich fast jede Stadt hier in Neuseeland.

Mehr gibt es, denke ich, die nächsten Tage. Ich würde mich sehr freuen, von euch zu hören! Bis bald!

Northland Teil 3

Am nächsten Tag sind wir dann wieder etwas weiter nach Norden gefahren, um auf den ca. 419m hohen Berg Mt Mania zu steigen. Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren es 1066 Treppenstufen, um auf den Berg zu kommen. Es hat sich aber gelohnt! Denn oben angekommen hatten wir eine super Aussicht. P1060770aP1060756aAber es war sehr sehr windig. Man musste echt aufpassen, dass man nicht vom Felsvorsprung, auf dem wir saßen, herunter geweht wurde. Oben, auf dem Berg, sind wir dann noch einem etwas weniger offiziell aussehendem Weg über Felsen und durch Gebüsch gefolgt, der uns noch ein Stück höher gebracht hat. Also wieder etwas abseits von den normalen Touristenrouten, aber das finde ich ja gerade gut.P1060765aNachdem wir wieder am Auto waren, haben wir uns einen Campingplatz für unsere letzte Nacht mit dem Camper rausgesucht. Diesmal einen wieder an der Westküste, an einem kleinen aber sehr schönen See. Dort angekommen, sind Christina, Daniel und ich auf einem 2 stündigen Weg einmal um den See gelaufen. Sarah und Max hatten nach der Bergtour keine Lust mehr und sind lieber am Auto geblieben. Wir haben nur wenige Meter vom Strand geparkt, sodass man auch sehr gut hätte schwimmen gehen können, wenn man gewollt hätte. Aber an dem Tag war es leider ein bisschen zu kalt dafür. Am Abend haben wir uns noch nach draußen auf eine Bank gesetzt. Es war zwar leider immer mal wieder bewölkt, aber wenn der Himmel mal frei war, hatten wir einen super Nachthimmel mit unzählligen Steren der Milchstraße über uns. Ich bin mir sicher, dass das – trotz Wolken – einer der besten Nachthimmel gewesen ist, den ich jemals gesehen habe. Ich kann es kaum erwarten hier den Himmel zu sehen, wenn mal keine Wolke am Himmel ist und ich möglichst weit von allen größeren Städten entfernt bin, und es dadurch absolut dunkel ist. Das wird bestimt echt hammer sein!P1060796a

Am nächsten Morgen (Mittwoch) haben wir uns sehr früh den Wecker gestellt, um den Sonnenaufgang beobachten zu können. Dafür sind wir sind auf den Hügel neben dem Campingplatz gestiegen. Von Dort hatten wir einen traumhaften Blick über sanfte, grasbewachsene Hügel. Und nach ein paar Minuten konnten wir sehen, wie sich die Sonne Stück für Stück über den Horizont bewegte. Ein richtiger Traum-Sonnenaufgang im Auenland. Nur Hobbits habe ich keine gesehen.P1060800_stitchaP1060814aNach dem Frühstück mussten wir leider wieder Richtung Auckland fahren. Nach diesen 6 Tagen im Camper habe ich eigentlich keine Lust zurück in die Stadt zu fahen. Aber wir müssen den Camper ja leider wieder abgeben.

Hier in Auckland hat es dann aber leider nicht so ganz geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir wollten eigentlich zurück in das Hostel, in dem wir die eine Woche in Auckland verbracht hatten. Aber als wir dort angekommen sind, wurde uns gesagt, dass das gesamte Hostel ausgebucht ist. Also haben wir uns dazu entschieden, als erstes unseren Camper zurück zu geben und dann im Partnerbüro hier in Auckland nach einem günstigen Hostel zu fragen. Wir sind also bis oben hin vollgepackt vom Camperstellplatz 15 Minuten oder so (es hat sich angefühlt wie Stunden) zum Büro hier gelaufen und haben gerade ein günstiges Hostel gebucht.

Aber der Plan ist jetzt nach einer, maximal zwei Nächten weiter zu ziehen, um einen Job zu suchen und Neuseeland weiter zu entdecken! Eben haben wir uns das Auto von den anderen beiden Deutschen angeschaut und entschieden, dass wir das Auto kaufen wollen. Wenn alles klappt, haben wir morgen Mittag dann ein Auto, mit dem wir weiter fahren können! Also mal sehen, ob alles klappt und wie es dann weiter geht 😀

Wir 5 haben uns aber auf jeden Fall sehr gut verstanden und es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit dieser Gruppe zusammen zu reisen! Ich hoffe, dass wir uns wieder treffen und weiter dieses unbeschreibliche Land zusammen erkunden können, auch wenn sich unsere Wwege hier in Auckland fürs erste trennen werden.

Es war auf jedennfall ein super Anfang für das Abenteuer Neuseland und ich bin sehr gespannt wie es weiter gehen wird.

Northland Teil 2

Am nächsten Morgen (Samstag) sind wir zu viert (Christina, Max, Daniel und ich) am Strand barfuß joggen gegangen. Einmal wollte ich das mindestens hier in Neuseeland machen, und es war schon cool direkt am Meer zu laufen, sich von den Wellen die Füße umspühen zu lassen und den unendlichen Strand vor sich zu sehen. Nach dem Frühstück sind wir dann an den Strand gegangen, um ein bisschen zu baden und uns zu sonnen. Ich habe noch nie so hohe Wellen erlebt. Schwer einzuschätzen, wie hoch die Wellen tatsächlich waren, aber selbst wenn ich im Wasser gesprungen bin, waren die Wellen noch höher als ich. Nachmittags hat uns der Campingplatzbesitzer dann gesagt, dass die Wellen lächerlich kein wären und es an anderen Tagen viel höhere Wellen geben würde. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich dann bei „hohen Wellen“ im Wasser fühlt, wenn diese genau auf einen zukommen.P1060690aP1060693a
Wir sind dann noch zu dem nahegelegenen Hügel Utea gelaufen, von dem der Campinglatz auch seinen Namen hat. Von dort hate man eine schöne Aussicht über den Camingplatz und dem Meer. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Dünen haben wir uns dann dazu entschieden, noch eine weitere Nacht im Utea Park zu bleiben. Das ist das gute an einem gemieteten Camper. Wenn es einem an einem Ort gefällt, kann man spontan länger bleiben. Nach einem ruhigen Abend, an dem wir in der Küche bisschen Karten gespielt haben und uns mit den anderen Deutschen unterhalten haben, ging es dann wieder zurück in den Camper zu schlafen.
Zwei der Deutschen machen auch Work and Travel hier in Neuseeland mit der gleichen Organisation. Da sie aber am Ende ihres Jahres sind, und ihr Auto verkaufen müssen, werden Daniel und ich uns das Auto mal anschauen, wenn wir wieder in Auckland sind. Wir haben nämlich während der Campingtour gesehen, wie praktsch es ist und wie viel man sehen kann, wenn man mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs ist. Mal sehen, was daraus wird..P1060700aUnser nächstes Ziel am nächsten Morgen war die bay of islands an der Ostküste. Wir mussten mit der Fähre übersetzen, um zu dem Campingplatz zu gelangen, den wir uns ausgeguckt hatten. Von der bay of islands waren wir aber alle etwas enttäuscht. Diesen Namen hört man immer wieder überall, aber eigentlich war es nichts besonderes. Vielleicht waren wir auch einfach nur am falschen Ort. Der Campingplatz war aber trotzdem eigentlich schön. Wir hatten einen guten Blick über eine schöne Bucht, und über die angrenzenden Schaafsweide. Aber als wir zum Meer gegangen sind, war dort, weil gerade Ebbe war, nur ein sehr schlammiger „Strand“, an dem man nichts machen wollte. Leider hat es dann Nachmittags auch noch angefangen zu regnen, wesshalb wir die meiste Zeit im Camper geblieben sind und Karten gespielt haben.P1060709aAm nächsten Tag (Montag) sind wir dann an der Küste entlang Richtung Süden gafahren. Die Straßen bestanden teilweise nur aus Schotterwegen, die dann als Serpentinen über die bewaldeten Hügel und kleinen Bergen führten. Wie gut, dass uns in den engen Straßen kein anderen Auto entgegen gekommen ist. Auch ohne Gegenverkehr war die Route schon abenteuerlich genug. Wir hatten in der am vorigen Abend im Utea Park von einer deutschen Gruppe den Tipp bekommen, dass es etwas weiter im Süden eine Höhe gibt, in der man unzählige Glühwürmchen bestaunen kann. Wir wussten, dass es solche Höhlen gibt, aber in der Regel kosten diese mindestens 70 NZD Eintritt. Diese Höhle, zu der wir gefahren sind, war aber zum glück nicht so touristisch und desshalb komplett kostenlos. Ein echter Geheimtipp!P1060747aP1060720aIn der Höhle musste man von Stein zu Stein springen, um trockenen Fußes den kleinen Bach, der durch die Höhle floss, mehrmals zu überqueren. Trockene Fußes… von wegen. Kaum hatte man sich ein paar Minuten mit seiner Taschenlampen durch die stock dunkele Höhle gekämpft, musste man durch hüfthohes Wasser durch. Also Schuhe aus und Hose so hoch krempeln wie es nur geht. Es war sehr abenteuerlich, und wir hatten alle Angst um unsere Rucksäcke mit den Dokumenten und Kameras, etc. Ich fand den Weg durch die Höhle aber super. Man möchte ja auch was erleben hier in Neuseeland. Aber ich glaube, nicht alle aus unserer Gruppe waren so begeistert, sich durch das tiefe Wasser kämpfen zu müssen, und sich mit seinen Füßen immer wieder halt auf dem sehr steinigen und felsigen Boden zu suchen. Achja, Glühwürmchen haben wir auch gesehen. Wenn mal jeder seine Taschenlampe ausgemacht hatte, konnte man überall an der Decke kleine Lichter sehen, als wäre der Himmel mit Sternen übersäht. Das war echt sehr beeindruckend und schön. Nur leider unmöglich mit meiner Kamera zu fotografieren.
Nachdem wir uns dann am Parkplatz unsere Füße, Beine und Schuhe gesäubert hatten, mussten wir nochmal einkaufen fahren. Danach sind wir dann zum neuen Campingplatz gefahren, der etwas weiter südlich an der Osküste liegt.P1060734a

Am neuen Campingplatz haben wir es sofort ausgenutzt, dass wir wieder eine Küche zur verfügung hatten, und haben uns Nudeln mit Ei überbacken gemacht. Erst hat es gar nicht geklappt die 1,5kg Nudeln in dem zu kleinen Topf zu kochen, aber nachdem wir sie dann in den Pfannen mit Eiern angebraten hatten, haben sie doch besser geschmeckt, als zunächst gedacht. Nach dem Essen haben wir dann noch einen Abendspaziergang zum Strand gemacht. Die Frau an der Rezeption hat uns gesagt, dass wir zu Fuß 10 Minuten dorthin bräuchten. (Wir hatten extra nachgefragt, ob es zu Fuß ist!) Allerdings stellte sich heraus, dass wohl doch Autominuten gemeint waren, weil wir für eine Strecke zum Strand ca. 45 – 50 Minuten gebraucht haben. Aber wir sind trotzdem gelaufen, weil wir im Dunkeln eh nichts anderes hätten machen können, und wir so wenigstens noch etwas an der frischen Luft waren. Die Entfernungen hier in Neuseeland sind schon ziemlich weit und auch wenn es teilweise nur wenige Kilometer sind braucht man mit dem Auto über die neuseeländischen Straßen hier doch relativ lang. Wir waren also, denke ich, alle ganz froh, uns etwas draußen begwegen zu können.P1060713a

FORTSETZUNG

Northland Teil 1

Unsere sieben Tage Tour durch das Northland hier in Neuseeland sind vorbei. Es war ein unglaublicher Ausflug und ich glaube nicht, dass ich das erlebte hier so gut mit Worten beschreiben kann. Aber ich versuche es:

Los ging es am Donnerstag. Daniel und ich sind zum Flughafen gefahren, um den Camper dort abzuholen. Weil die anderen drei (Sarah, Christina und Max) noch einen Surfkurs von ihrem 7-Tage Programm hatten, sind Daniel und ich zu einem Strand westlich von Auckland gefahren. Dort haben wir dann eine kleine Wanderung an der Küste entlang gemacht und dort durch Zufall einen kleinen, selten genutzten Weg entdeckt, der uns zu einer vom Meer ausgespühlten Höhle gebracht hat. Dort konnten wir wahrscheinlich nur durch gehen, weil gerade Ebbe war und sich das Wasser einige Meter zurückgezogen hatte.P1060603a

Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück nach Auckland gefahren, um dort den Rest unserer Reisegruppe einzusammeln. Zusammen sind wir dann einkaufen gefahren, um für die ersten Tage Brot, Müsli, Nudeln, … zu haben.
Unser Plan war es, an diesem ersten Abend möglichst weit nach Norden zu fahren, um zuerst das Cape Reinga zu besuchen. Danach wollten wir dann das Northland auf dem Weg zurück nach Süden erkunden, auf dem wir uns dann viel Zeit nehmen konnten. Und genau so haben wir es dann auch gemacht:P1060612aDer Campingplatz, den wir uns für die erste Nacht ausgesucht hatten, war kostenlos und lag mitten im Wald. Wir sind dort, nach ewig langen Serpentinen, kurz vor Mitternacht angekommen. Es war ziemlich gruselig! Am Eingang des Platzes standen zwei Autos, die aussahen, als währen sie komplett ausgebrannt. Wir haben schon überlegt, sofort wieder umzudrehen, und uns einen anderen Schlafplatz zu suchen. Aber gut, dass wir das nicht gemacht haben. Am nächsten Tag waren die Autos nähmlich alle weg.. So ausgebrannt können sie also nicht gewesen sein. Weil das unsere erste Campingplatznacht in Neuseeland war, haben wir sehr lange gebraucht, um uns zu sortieren. Zu 5. in einem für maximal 4 Personen ausgelegten Camper zu schlafen, ist nämlich gar nicht so unkompliziert 😀
Der Wagen hat zwei Doppelbetten für vier Personen. Unser ersten Plan war, mit einem großen (4 Personen) Camper und einem kleinen (2 Personen) Camper zu fahren. Aber das wäre schon sehr teuer gewesen und die Benzinkosten hätten sich damit fast verdoppelt. Desshalb war die zweite Idee nur mit einem Camper zu fahren und ein billiges Zelt zu kaufen, in dem wir abwechselnd schlafen konnten. Aber auch die Idee haben wir wieder verworfen. Letzendlich haben wir das so gemacht, dass jede einmal (und einer zweimal) vorne auf den drei Vordersitzen schlafen musste. Das ist war nicht besonders bequem, aber für einen Nacht ist das kein Problem – und wir sparen sehr viel Geld.
Also auf dem Campingplatz mussten wir das erste Mal die zwei Betten ausklappen und alle Kissen und Decken mit dem vorhandenen Bettzeug beziehen. Mitten in der Nacht auf einem gruseligen Campingplatz mitten im Wald war das schon ein Erlebnis für sich. Bis wir dann alle im Auto lagen und das gesamte Gepäck wieder irgendwo verstaut hatten (das muss bei jedem Umbau erstmal komplett ausgeräumt werden damit wir überhaupt Platz für den Umbau haben) hat es mindestens eine Stunde gedauert. Ich wette die anderen Camper haben uns dafür gehasst..

Am nächsten Morgen haben wir dann erstmal gefrühstückt und uns den Campingplatz bei Tageslicht angeschaut. Alle anderen Camper waren schon weg und der Campingplatz sah mit seinem kleinen Bach, dem kleinen Toilettenhäuschen und seiner Lange mittem im Wald sehr friedlich und schön aus. Ganz anders als am Abend davor.
Aber wir haben uns dort nicht sehr lange aufgehalten, sondern haben unseren Camper wieder zum Fahren umgebaut, und sind die restlichen 150 (?) km nach Norden gefahren.P1060632_stitch_2a

Cape Reinga ist der nördlichste Punkt Neuseelands. Dort sind wir das kleine Stück zum Leuchtturm gegangen und haben uns dann auf einen Hügel gesetzt, um den Augenblick, und das Panorama, einfach nur zu genießen.P1060624a DSC04709aHier am nördlichsten Punkt von Neuseeland, mit Blick auf den Leuchtturm und dem unendlichen Ozean hat man das erste Mal wirklich gemerkt, dass man weit weg von Deutschland ist, und nicht nur von Neuseeland redet und träumt, sondern tatsächlich hier ist und Neuseelnd erlebt!DSC04712aP1060626aWeil wir von diesem schönen Ort nicht sofort weg wollten, haben wir uns dazu entschieden, eine kleine Wanderung auf einem Weg den Klippen entlang zu machen. Wenige Meter neben dem Weg ging es steil runter zum Meer. Es war echt ein super Weg, den ich stundenlang hätte weitergehen können. Außerdem waren nur wenige Menschen hier unterwegs, da die meisten Touristen mit dem Bus zum Leuchtturm fahren, und dann, wenn sie diesen abgehakt haben, sofort wieder zurückfahren. Aber wir 5 sind uns einig, dass es viel schöner ist, Neuseeland auch etwas abseits von den normalen Touristenrouten zu erkunden. Außerdem hatten wir über die Felsen und Klippen einen Blick auf den Leuchtturm, den ein Großteil der Touristen wohl nie zu sehen bekommt. Nachdem uns der Weg bis zum Strand gebracht hatte mussten wir leider wieder umdrehen, um noch im Hellen wieder zurück zum Auto zu kommen.P1060647aDSC04731aWieder zurück am Auto sind wir dann etwas weiter nach Süden gefahren. Wir haben uns einen Campingplatz rausgesucht, der direkt am Ninety Mile Beach liegt. Allein der Name von diesem Strand beschreibt es ziemlich gut – der Strand ist gefühlt unendlich lang und geht viel weiter als man sehen kann. Er ist aber nicht einfach nur ein Sandstrand, sondern dient auch als Straße. Regelmäßig sausen Autos und sogar auch Reisebusse den Strand entlang. Wir waren mit unserem Mietauto aber leider nicht auf dem Strand versichert, und weil es immer wieder passiert, dass Autos steckenbleiben und dann teuer geborgen werden müssen, war uns das Risiko, mit dem Camper auf den Strand zu fahren, zu hoch. Spaß hätte es aber mit Sicherheit gemacht!
Die Besitzer des Campingplatzes „Utea Park“ waren super nett und entspannt drauf. Überall hingen Schilder, dass man sich wie zu Hause fühlen soll, wenn man keinen der Eigentümer finden sollte. Also haben wir unseren Camper erstmal abgestell und haben den Campingplatz etwas erkundet. Gegen 10 NZD (ca 6,60 €) pro Person und Nacht hat man eine heiße Dsuche und eine große Küche, in der wir dann auch für uns gekocht haben. Nach einem kleinen Nachtspaziergang zum Strand sind wir dann auch schlafen gegangen.P1060678a

FORTSETZUNG

Länger in Auckland

P1060483aWir haben uns dazu entschieden, unseren bisherigen Plan zu verwerfen. Ursprünglich wollten Daniel und ich den Neuseelandaufenthalt mit einer 5 tägigen Kanutour durch einen der Nationalparks beginnen. Wir haben uns aber dazu entschieden, diese Tour nach hinten zu verschieben. Stattdessen haben wir unseren Aucklandaufenthalt um 3 weitere Nächte verlängert, um uns zusammen mit unseren drei Mitreisenden einen Camper zu mieten. Mit diesem wollen wir dann den Teil von Neuseeland erkunden, der nördlich von Auckland liegt. Morgen früh werden wir den Camper am Fluhafen abholen und dann 7 Tage durch die Gegend fahren! Wir werden sehen, wie gut das zu 5. klappt, aber ich freu mich schon, etwas weiter aus Auckland raus zu kommen. Außerdem wird es sehr spannend sein, hier in Linksverkehr Auto zu fahren.P1060445aBisher haben wir aus Auckland heraus nur Tagestouren zu den sehr nahe liegenden Inseln gemacht:
Am Montag sind wir auf die Insel Rangitoto gefahren. P1060456aDie Insel ist von Auckland aus gut zu sehen und die Überfahrt mit der Fähre dauert nur ca. 30 Minuten. Rangitoto besteht aus einem großen Vulkan. Über Treppen kann man bis zur Spitze des Vulkans wandern und dann auf einem Rundweg einmal um den Krater herum gehen. Der Weg war wunderschön. Wir hatten einen super schönen Ausblick, sowohl Richtung Auckland, als auch über die anderen, teils sehr kleinen, Inseln.auckland-rangitoto-jensa Wir konnten auch durch eine sogenannte Lavahöhle laufen, die sehr eng, dunkel und felsig war, sodass man eine Taschenlampe brauchte um die mehrere 10 Meter lange Höhle zu durchqueren. Allerdings war die Insel zu groß für einen nur 4h dauernden Aufenthalt. Wir konnten daher leider nur eine relativ kleine Runde gehen, um es pünktlich zurück zur Fähre zu schaffen.P1060492a

Gestern hatten wir dann einen eher ruhigen Tag. Wir sind Mittags in das Büro der Organisation gegangen und haben dort unsere Lebensläufe auf English geschrieben, um uns für Jobs hier in Neuseeland bewerben zu können. Die Mitarbeiter haben die Lebensläufe dann kontrolliert und uns Tipps gegeben, wie wir sie noch verbessern konnten. Abends fand dann ein Kneipenabend statt, zu dem wir hin gegangen sind. Leider sind nicht sehr viele gekommen: Nur wir 5, ein Amerikaner und zwei Mitarbeiterinnen der Organisation. Die meiste Zeit fand das Gespräch zwischen den drei Muttersprachlern statt. Ich fand den Abend daher eher etwas zäh und war ganz froh, als ich wieder zurück ins Hostel gekommen bin.

Heute sind wir dann auf die Insel Waiheke mit dem Boot gefahren. Die Insel ist ca. 20km lang, 10km breit und hat knapp 9000 Einwohner. Daniel und ich haben uns ein Tagesticket für den Bus gekauft und sind bis ca. zu Mitte der Insel gefahren. Von dort sind wir dann gewandert. DSC04526aDer Weg war einfach unglaublich! Wir sind auf sehr schmalen, aber gut abgesicherten, Wegen (teilweise nur Trampelpfade) die Küste entlang gelaufen. P1060539a

P1060547aDer Weg führte uns immer wieder hinunter zum Strand, wieder hinauf auf die Klippen, durch Wälder und über Graslandschaften. Es war eine sehr abwechslungsreiche Route und man hatte an jeder Ecke einen super schönen Blick auf das Meer und über unterschiedliche Buchten, die „wie aus dem Bilderbuch“ waren. P1060545aNachdem wir uns dann beim Supermarkt zu Essen und Trinken gekauft hatten, sind wir mit dem Bus wieder zurück zum Hafen gefahren. Dort sind wir aber noch nicht zurück auf die Fähre gegangen, sondern haben auch hier eine schöne Wanderung die Klippen entlang gemacht. Dort haben wir an einem kleinen und versteckten Kiesstrand den Sonnenuntergang beobachtet und sehr viele Fotos machen können. P1060580aInsgesamt lagen die Wege, die wir mehr oder weniger zufällig gewählt hatten, sehr abseits von den typischen Besucherrouten. Wir haben auf der ca. 20km weiten Wanderung keine einzige Person getroffen, die den Küstenweg ebenfalls gegangen ist. Wegen dieser Abgeschiedenheit in der Natur und diese eindrucksvollen und bewundernswerten Aussichten war dieser Ausflug bisher der beste Tag hier in Neuseeland. P1060569a

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Ich bin sehr gespannt, was mich noch erwartet und wohin es mich hier treiben wird. Morgen früh holen wir dann den gemieteten Camper ab und werden unsere Erkundungstour durch Neuseeland fortführen. Im Anschluss daran habe ich vor, ein paar Wochen lang als Erntehelfer zu arbeiten. Ich hoffe das klappt alles und ich finde einen Job. Aber endlich geht es erstmal etwas weiter aus Auckland heraus und wir werden erleben, wie wundervoll Neuseelands Natur ist. P1060553a

Ich hoffe es sind nicht zu viele Fehler im Beitrag. Bin von der Wanderung ziemlich müde, aber ich wollte den Beitrag noch unbedingt schreiben bevor ich 7 Tage unterwegs bin.

Die ersten Tage in Auckland

Drei ganze Tage hier in Neuseeland sind schon vorbei, und ich habe schon viel erlebt und neues gesehen. Die ersten Tage gingen super schnell vorbei und ich habe erst jetzt etwas Zeit gefunden, hier ein bisschen was zu schreiben.

Der Flug ging echt eine halbe Ewigkeit. Die ersten 6h nach Dubai waren noch vollkommen ok, aber der zweite Flug von Dubai nach Auckland war mit 16h einfach viel zu lang. Es war unglaublich laut, sodass ich kaum schlafen konnte. Die Zeit wollte, obwohl ich Filme sehen konnte, einfach nicht vorbei gehen. Das kleine abgebildete Flugzeug auf der Karte, die einem auf Bildschirmen anzeigt, wie weit man schon geflogen ist, hat sich gefühlt gar nicht Richtung Neuseeland bewegt. Umso glücklicher war ich, als wir endlich am Donnerstag Vormittag hier in Neuseeland gelandet und durch den Zoll gekommen sind. Der Zoll war unerwartet unproblematisch. Solang man keine kritischen Lebensmittel (Milchprodukte, Obst, Honig, etc) mitgebracht hatte, konnte man relativ schnell weiterziehen, ansonsten hätte man 400NZD Strafe zahlen müssen. Mit dem Bus sind wir dann zu unserem Hostel gefahren, was wir auch, nachdem wir ein paar Leute gefragt haben, finden konnten.P1060396aDa wir nicht sofort einchecken konnten, sind wir zusammen durch die Stadt gelaufen. Wir, das sind 5 Deutsche, die im selben Flugzeug mit der gleichen Organisation nach Neuseeland gekommen sind und hier alle – unterschiedlich lang – Work and Travel machen wollen. Wir haben auf unserer Erkundungstour durch die Stadt das Büro der Organisation gesucht, um schonmal zu wissen, wo wir am nächsten Tag hin müssen. Nachdem wir endliche im Hostel einchecken konnten, haben wir am Abend noch einen schönen Spaziergang zum Hafen der Stadt gemacht. Gegen 19Uhr waren wir endlich wieder im Hostel und konnten schön  früh schlafen gehen,  bitter nötig nach dieser Anreise!P1060369a

Nach einem langen und erholsamen Schlaf hatten wir am Freitag Vormittag dann von der Organisation ein kleines Orientierungsseminar, in dem wir viele nützliche Informationen über das Reisen, Arbeiten und Leben in Neuseeland bekommen haben. Außerdem habe ich jetzt eine neuseeländische Handynummer und ein neuseeländisches Bankkonto. Die Steuernummer habe ich heute beantragt und sollte in 10 Tagen fertig sein. Damit bin ich dann vollkommen gerüstet, um hier in Neuseeland arbeiten zu können. Ich bin gespannt.
Nach dem Seminar bin ich am Nachmittag mit den Mitreisenden aus Deutschland an einen nahegelegenen Strand hier in Auckland gefahren. Das Wasser war zwar recht kühl, aber wir konnten trotzdem im Meer schwimmen. Es war einfach traumhaft sich hier am anderen Ende der Welt bei Sonnenschein und 20°C im Meer treiben zu lassen.P1060374aDSC04350aDanach sind wir zu Fuß zurück in die Stadt gelaufen und konnten auf dem Weg den Sonnenuntergang über der Skyline von Auckland bestaunen. Nach einem kleinen Essen in der Stadt sind wir dann zurück ins Hostel gelaufen. Genug für einen Tag 😀P1060390aGestern (Samstag) sind Daniel und ich dann nur zu zweit losgelaufen um Auckland etwas besser kennen zu lernen. Die anderen drei haben bei der Organisation ein 7-Tage Paket gebucht, sodass sie bis zum Nachmittag im Sealife waren.P1060413aWir sind morgens den Skytower hochgefahren gefahren, dem mit 328m höchsten Gebäude auf der Südhalbkugel. Von dort hatte man einen traumhaften Blick über Auckland und die vielen Inseln und Buchten. Im Anschluss sind wir noch durch die Stadt gelaufen und haben eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Am Abend sind wir dann mit den anderen Freiwilligen auf den Mount Eden gelaufen, einer von mehreren Vulkanen, um die sich die Stadt entwickelt hat. Mount Eden ist sehr zentral gelegen, sodass wir dorthin zu Fuß laufen konnten. Von dort  hatten wir ein super Panorama über einen Großteil der Stadt. Nachdem wir wieder zurück im Hostel waren, haben wir fünf deutsche zusammen gekocht und im Anschluss noch Karten gespielt. MtEden Jetzt bin ich sehr gespannt auf die kommenden Tage, Wochen und Monaten. Bis Morgen sind wir auf jeden Fall noch in Auckland und werden heute wahrscheinlich noch etwas herum laufen, und uns die Stadt noch etwas anschauen. Wir haben schon ein paar Ideen, was wir nach Auckland machen wollen, und werden wahrscheinlich heute den Bus zum nächsten Stopp buchen und etwas genauer planen. Alles ist hier sehr spontan und wir werden sehen, wohin es uns verschlägt…

Neuseeland ich komme!

Nach allen Vorbereitungen ist es so weit!
In wenigen Stunden fahre ich mit dem Zug nach Frankfurt. Dort treffe ich mich dann mit Daniel. Und dann geht es los: Von Frankfurt geht dann am Abend der Flug nach Dubai (ca. 6,5h) und dann nach einem dreistündigen Zwischenstopp weiter nach Auckland (ca. 16h).
Ich freu mich schon, wenn ich endlich in Auckland gelandet und gut durch den Zoll gekommen bin. So lange im Flieger zu sitzen wird mir bestimmt keinen Spaß machen, und der Zoll in Neuseeland soll sehr streng sein und ganz genau kontrollieren.

Aber jetzt heißt es erstmal von meiner Famile und von Freunden Abschied zu nehmen. Letztes Wochenende habe ich ein paar Freunde eingeladen, um mit ihnen nochmal Pizza zu essen, bevor ich fliege. Von der Familie finde ich es schon schwerer mich zu verabschieden. Neuseeland ist zwar weit weg, aber mit Skype, Mail und Blog gibt es ja super Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben, und 6 Monate sind jetzt auch nicht die Welt. P1060355a

Ich fand es gar nicht so einfach zu entscheiden, was ich alles mitnehmen möchte. Einerseits möchte man auf möglichst alles vorbereitet sein, aber andererseits will man so wenig wie möglich mitnehmen. Ich denke ich habe einen ganz guten Zwischenweg gefunden. Alles passt in den Rucksack + Handgepäck und falls ich etwas wichtiges vergessen habe… in Neuseeland soll es angeblich auch Geschäfte geben.P1060360

In Auckland werden wir dann erstmal in unser Hostel fahren. Da wir vormittags (Ortszeit) ankommen, können wir, wenn wir dann noch fit genug sind, den Tag über uns ein bisschen in Auckland orientieren bzw. zur Partnerorganisation gehen.

Alles weitere werden wir dann sehen, wenn wir erstmal gut angekommen sind, und den Jetlag einigermaßen überstanden haben.

Bis bald!

Bald gehts los!

aircraft-112653_1280In weniger als 3 Wochen, am 12. April, geht es los! Wir fliegen mit Emirates von Frankfurt, über Dubai, nach Auckland, um das Neuseeland Abenteuer zu starten! Der Hinweg wird gut 24 Stunden dauern, davon ungefähr 22 Stunden Flugzeit.

Alle organisatorischen Vorbereitungen sind mitlerweile abgeschlossen. Ich habe alle meine Dokumente zusammen, inklusive dem Working-Holiday-Visum. Der Antrag auf das Visum ging erstaunlich schnell: Ich konnte das genehmigte Visum schon wenige Tage nach dem Beantragen ausdrucken. Auch meine Auslandskrankenversicherung habe ich schon abgeschlossen, und die erste 4 Nächte in einem Hostel in  Auckland sind bereits organisiert.  Da wir das ganze mithilfe einer Organisation machen, müssen wir uns um die Anfangsplanung in Neuseeland erstmal kaum kümmern, sondern wir können sofort nach der Ankunft in unser Hostel gehen. Am nächsten Tag haben wir dann eine Orientierungsveranstaltung von der Organisation, in der wir unser Bankkonto eröffnen, eine Neuseeländische Steuernummer beantragen, und auch sonst viele Informationen, über alles was wir in Neuseeland wissen müssen, bekommen. Außerdem wird uns die Organisation vor Ort immer bei Schwiereigkeiten helfen können, und uns auch sonst mit Tipps und Antworten unterstützen.

Nachdem ich endlich alle Klausuren für das Semester hinter mir habe, freue ich mich jetzt richtig auf die Reise. Ich habe viel Zeit mir zu überlegen, was ich so alles nach Neuseeland mitnehmen muss. Das finde ich gar nicht so leicht, da man nicht so genau weiß, was alles auf einen zu kommen wird. Außerdem sind in Neuseeland die Jahreszeiten genau umgekehrt, sodass ich eher in der kälteren Jahrezeit da sein werden, was das Packen jetzt nicht gerade leichter macht. Ich darf aber auf keinen Fall zu viel einpacken: Zum einen muss alles in den Rucksack passen, zum anderen werde ich alles 6 Monate lang mit mir mitschleppen, und somit auf meinem Rücken transportieren.

Die Reise kommt immer näher und so langsam realisiere ich, dass es bald los geht. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man plötzlich die eTickets von seinem Flug per Mail zugeschickt bekommt, und es jetzt kein Zurück mehr gibt. Die letzten paar Wochen werden jetzt mit Sicherheit sehr schnell vorbei gehen, in denen ich die letzten Vorbereitungen treffe.
Aber dann kann es losgehen 😀